Ausbruch


Ausbruch
Eruption

* * *

Aus|bruch ['au̮sbrʊx], der; -[e]s, Ausbrüche ['au̮sbrʏçə]:
1.
a) das gewaltsame Ausbrechen aus einem Gewahrsam; Flucht:
der Ausbruch der Gefangenen.
b) das Sichlösen aus einer Bindung; das Verlassen einer Gemeinschaft:
der Ausbruch aus der bürgerlichen Gesellschaft.
Syn.: Ausstieg.
2.
a) plötzliches, heftiges Einsetzen von etwas:
der Ausbruch von Streit, Jubel.
b) plötzlicher Beginn:
der Ausbruch einer Epidemie, Krankheit.
Zus.: Kriegsausbruch.
c) plötzliches Ausbrechen (4 c) von Schweiß:
der Ausbruch kam plötzlich.
Zus.: Schweißausbruch.
3. (von einem Vulkan) mit Heftigkeit einsetzende Tätigkeit:
der Ausbruch des Ätnas.
Zus.: Vulkanausbruch.
4. plötzliches Einsetzen von Gefühlsäußerungen:
sich vor jmds. unbeherrschten Ausbrüchen fürchten.
Zus.: Freudenausbruch, Wutausbruch.

* * *

Aus|bruch 〈m. 1u
1. das Ausbrechen, gewaltsame Befreiung
2. plötzlich einsetzende Vulkantätigkeit (Vulkan\Ausbruch)
3. plötzlicher Beginn
4. 〈Mil.〉 Kampf eingeschlossener Truppen gegen die feindl. Einschließung
5. plötzlich einsetzender Gefühlsüberschwang
6. süßer Wein aus überreifen, am Stock halb eingetrockneten Beeren, aus denen die geeigneten ausgebrochen (ausgelesen) werden; Sy Ausbruchswein
● \Ausbruch der Freude, des Zorns; \Ausbruch einer Seuche; \Ausbruch aus einem Gefängnis; bei \Ausbruch des Krieges; zum \Ausbruch kommen ausbrechen, plötzlich beginnen

* * *

Aus|bruch , der; -[e]s, Ausbrüche:
1.
a) das gewaltsame Ausbrechen aus einem Gewahrsam; Flucht:
der A. der Gefangenen;
b) (Militär) das Durchbrechen der feindlichen Linie bei dem Bemühen, aus einer Einkesselung durch feindliche Truppen herauszukommen:
einen A. wagen;
c) das Sichlösen aus einer Bindung, das Verlassen einer Gemeinschaft:
der A. aus der bürgerlichen Gesellschaft.
2.
a) plötzlicher Beginn:
der A. des Krieges, der Meuterei, des Streites;
b) plötzliches, heftiges Einsetzen von etw.:
der A. einer Krankheit, Krise;
ein A. von Heiterkeit;
der A. (die Eruption, die mit Heftigkeit einsetzende Tätigkeit) des Vulkans;
der Konflikt kam ganz plötzlich zum A.
3. plötzliche Affektentladung; sich mit Heftigkeit äußernde Gemütsbewegung, Gefühlsentladung:
sich vor jmds. unbeherrschten Ausbrüchen fürchten.

* * *

Ausbruch,
 
1) Bergbau: der durch die Sprengarbeit unter Tage entstandene Hohlraum.
 
 2) Militärwesen: Operation eingeschlossener Truppen: durch einen Angriff soll die gegnerische Umfassung durchbrochen werden, um anschließend in Richtung auf eigene Kräfte durchzustoßen.
 
 3) Vulkanausbruch, Eruption.
 
 4) Weinbau: nach dem österreichischen Weingesetz ein Prädikatswein besonderer Reife und Leseart, der ausschließlich aus edelfaulen oder überreifen Beeren stammt und dessen Most mindestens 27º Klosterneuburger Mostwaage (KMW; = 138º Öchsle) aufweisen muss. Die Reben für Ausbruchweine werden meist im Burgenland in der Uferzone des Neusiedler Sees angebaut. In Ungarn ist Ausbruch ein hochrangiger Tokajer.
 

* * *

Aus|bruch, der; -[e]s, Ausbrüche: 1. a) das gewaltsame Ausbrechen aus einem Gewahrsam; Flucht: der A. der Gefangenen; b) (Milit.) das Durchbrechen der feindlichen Linie bei dem Bemühen, aus einer Einkesselung durch feindliche Truppen herauszukommen: einen A. wagen; c) das Sichlösen aus einer Bindung, das Verlassen einer Gemeinschaft: der A. aus der bürgerlichen Gesellschaft. 2. a) plötzlicher Beginn: der A. des Krieges, der Meuterei, des Streites; b) plötzliches, heftiges Einsetzen von etw.: der A. einer Krankheit, Krise; der A. (die Eruption, die mit Heftigkeit einsetzende Tätigkeit) des Vulkans; der Konflikt kam ganz plötzlich zum A.; Wer konnte wissen, ob es die Schrulle eines absonderlichen Gelehrten oder ... der A. geistiger Umnachtung war? (Menzel, Herren 53); Er kam ins Lachen, und ich merkte, dass dieser unaufhaltsame A. seiner Heiterkeit sich auf etwas bezog, was ... (Hauptmann, Schuß 10); es war ein plötzlicher A. von Verzweiflung und Edelmut (Geissler, Wunschhütlein 181); Die Vertreibung der Hugenotten aus Frankreich (1685) war ein verspäteter A. der Unduldsamkeit (Fraenkel, Staat 154). 3. plötzliche Affektentladung; sich mit Heftigkeit äußernde Gemütsbewegung, Gefühlsentladung: sich vor jmds. unbeherrschten Ausbrüchen fürchten; Ulrich hat den Brief Clarissens als eine Störung empfunden. Die sprunghaften Ausbrüche darin beunruhigen ihn (Musil, Mann 716); Ihre lang zurückgedrängte Bitterkeit macht sich dann in wilden Ausbrüchen Luft, wobei sie abwechselnd sich selbst und meinen Vater beschimpft (Kinski, Erdbeermund 41). 4. (Weinbau) Wein, der aus besonders ausgelesenen, überreifen Trauben hergestellt wird; Auslese. 5. (Bergbau) durch Sprengen entstandener Hohlraum unter Tage: ein A. wird durch den Ausbau gesichert.

Universal-Lexikon. 2012.

Schlagen Sie auch in anderen Wörterbüchern nach:

  • Ausbruch — (literal meaning: broken out ) or sometimes Ausbruchwein is an Austrian wine term for a quality level in the Prädikatswein category. [http://www.winesfromaustria.com/data/law1.html Wines from Austria: Quality Designations in Detail] , accessed on …   Wikipedia

  • Ausbruch — Ausbruch, 1) A. eines Vulcans, s. Vulcan; 2) vorzügliche Weinsorte, welche bes. in Ungarn aus halbgetrockneten auserlesenen Trauben, welche mit frischem Most begossen u. gekeltert werden, gewonnen wird, vgl. Essenz; s. Ungarweine …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Ausbruch — Ausbruch, hochfeiner Wein, der aus den besten, vor der allgemeinen Lese ausgebrochenen Trauben gewonnen wird …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Ausbruch — Ausbruch, vorzügliche Weinsorte, bes. in Ungarn (Tokayer A.), aus den bes. ausgebrochenen (gerebelten) Trockenbeeren gekeltert. Vorzüglicher noch die Essenz, aus dem aus den abgewelkten rosinenartigen Trauben vor dem Keltern ausfließenden Saft… …   Kleines Konversations-Lexikon

  • Ausbruch — Ausbruch, Weine, die von der Auslese der schönsten und reifsten Beeren gekeltert werden; das Verfahren ist aus Ungarn bis an den Rhein gewandert …   Herders Conversations-Lexikon

  • Ausbruch — ↑Eruption …   Das große Fremdwörterbuch

  • Ausbruch — Ein Ausbruch bzw. Ausbrechen bezeichnet eine Flucht aus dem Gefängnis, siehe Gefängnisausbruch das offensive Verlassen einer militärischen Front, siehe Ausfall (Taktik) oder das Entsetzen einer belagerten Stellung von außen, siehe Entsatz eine… …   Deutsch Wikipedia

  • Ausbruch — der Ausbruch, ü e (Mittelstufe) heftiger Beginn von etw. Beispiele: Kurz nach Ausbruch des Krieges sind sie nach Amerika gefahren. Der Ausbruch der Vogelgrippe hat die Bevölkerung in Panik versetzt. der Ausbruch (Aufbaustufe) das Entkommen aus… …   Extremes Deutsch

  • Ausbruch — Aus·bruch der; 1 der Ausbruch (aus etwas) die gewaltsame (Selbst)Befreiung meist aus dem Gefängnis: einen Ausbruch bemerken, vereiteln || K : Ausbruchsversuch 2 nur Sg; der plötzliche, heftige Beginn von etwas <der Ausbruch eines Krieges,… …   Langenscheidt Großwörterbuch Deutsch als Fremdsprache

  • Ausbruch — 1. a) Entkommen, Flucht. b) Durchbruch; (Militär): Ausfall. c) Ausstieg, Loslösung, Lösung. 2. a) Anfang, Auftakt, Beginn, der erste Schritt, Einbruch, Eintritt, Eröffnung, Start; (geh.): Anbruch. b) Detonation, Eruption, Explosion; …   Das Wörterbuch der Synonyme


Share the article and excerpts

Direct link
Do a right-click on the link above
and select “Copy Link”

We are using cookies for the best presentation of our site. Continuing to use this site, you agree with this.